
ntuitiv durch den Tag zu gehen ist ein Übefeld, das uns Menschen nicht immer leicht fällt. Zu sehr sind wir gewohnt – denn so werden wir erzogen – dass wir unsere Entscheidungen mit dem Verstand fällen. »Wie schön wäre es, nur das zu tun, was ICH will!« So denkt der Mensch. »Denkste!« Die Lebensgesetze dulden es nicht. Sie nehmen uns in die Pflicht. Und führen uns zum Licht. Wenn wir zum Licht denn wollen. Das Übefeld auf diesem Lichtweg heißt: seelisch Lernen aus den Prüfungen der Tagesschule. Kleine Lektionen, die uns helfen, zu erkennen, dass es besser ist, die Zügel aus der Hand zu geben. Das tut not, in einer Welt, die immer unübersichtlicher wird. Ein Irr- und Verwirrgarten, indem sich viele Menschen verlieren.
Wo kommt die Rettung her? Von „Oben”. Führung heißt das Zauberwort.
Sich führen zu lassen, erfordert: Demut.
Demut heißt: Fragen und Bitten.
Wer klopft, dem wird aufgetan. Die Antworten weiß nicht der Wind, sondern die Intuition. Blitzartig dringen Bilder ins Bewusstsein, und wir wissen, was zu tun ist. Geistesgegenwärtig gilt es dann zu handeln.
Intuitiv zu handeln, erfordert: Mut.
Mut heißt: Nein sagen, auch wenn’s schwerfällt.
Daraus resultieren bessere Entscheidungen, im Einklang mit der inneren Stimme und dem Gewissen: »ein sanftes Ruhekissen!« Das ist der Lohn guter Entscheidungen.
Symbole helfen uns, die Tagesschule zu erhellen. Sie werfen Licht auf Zusammenhänge, die wir nur allzugern unter den Teppich kehren. Das muss nicht sein. So weh tut es denn wirklich nicht, sich selbst im Spiegel zu erkennen.
Symbole lassen sich leicht fassen, gebt fein acht: ich hab’ euch achte mitgebracht.
Die ∞8∞ einprägsamsten Symbole der Tagesschule im Überblick
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Ampel
Bedeutung: »Stop!« oder »Go!«, je nachdem wie man sie antrifft.
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Blaulicht
Bedeutung: »Tatüüü – tataaaa« – da kommt die Hilfe! Häufig ist sie nur einen Schritt oder einen Handgriff weit entfernt. Man muss sie nur erkennen.
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Brille
Bedeutung: Sehhilfe zur Korrektur einer falschen seelischen Sicht; Aufforderung zum genauer hinschauen.
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Hahn und Pfau
a)

Hahn
Bedeutung: Dem Hahn schwillt gleich der Kamm. Sein ausgeprägtes Geltungsbedürfnis spiegelt sein geringes Selbstwertgefühl. Er ist von der Anerkennung durch andere abhängig.
b)

Pfau
Bedeutung: Pendant zum Hahn. »Ich Ich Ich!« Imponiergehabe, Wichtigtuerei, Mittelpunkt spielen.
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Sackgasse
Bedeutung: »Halt!« – kein Durchkommen. Auswegslos. »Du befindest Dich nicht auf dem richtigen Weg.«
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Scherben
Bedeutung: Wunde, Verletzung, Waghalsigkeit im Umgang mit dem eigenen Körper.
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Schnecke
Bedeutung: »Tempo drosseln!« Zum eigenen Rhythmus zurückfinden, sich nicht aus der inneren Ruhe bringen lassen, frei nach dem Motto: »langsam, langsam, es eilt!«
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Schlüssel
Bedeutung: Türöffner, entscheidender Denkanstoß oder Schlüsselerlebnis.
Achtet einmal darauf, wo, wie, und in welcher Form euch diese acht ausgewählten Symbole begegnen (es gibt noch sehr viel mehr davon). Die Tagesschule ist äußerst mannigfaltig. Und vor allem: geht wach und entspannt durch den Tag! Beobachtet, ob euch Symbole in der Innen- oder Außenwelt begegnen. Beides ist möglich. An was habt ihr in dem Moment gedacht, als ihr mit einem Symbol konfrontiert wurdet? Bezüge und Assoziationen stellen sich wie von selbst ein, wenn man offen und bereit für sie ist – und vor allem, wenn man mehr über die Zusammenhänge zwischen dem eigenen Verhalten und dem daraus resultierenden Geschehen in der äußeren Welt erfahren möchte.
Die Tagesschule ist es, die das Buch eures Lebens schreibt. Schlagt es auf, und lest darin! Nur so könnt ihr von Tag zu Tag ein wenig mehr erkennen, wer ihr seid.
Doch letztendlich dient der Prozess der Selbsterkenntnis nur dem einen Ziel: den Boden für die wahre Liebe zu bereiten. Sie ist es, die uns von allen Verletzungen heilt, und uns von allem Besitzdenken, von aller Eifersucht, von Gier und Leidenschaften befreit. Das kann man nicht erzwingen. Doch kann man daran arbeiten, lange, fruchtbringende Jahre hindurch, stets treu seinem Innersten ergeben. Zuerst die Pflicht. Und dann das Licht. Ganz langsam kommts, beginnt’s zu strahlen: das Licht, nachdem Du Dich gesehnt, trägst Du – und trugst Du immer schon – in Dir . . .
postscriptum: In den nächsten Wochen werden wir die einzelnen Symbole ein klein wenig unter die Lupe nehmen; das Ziel ist es, das Rüstzeug zu erwerben, um sie in der Praxis des Alltags richtig handhaben und sinnvoll anwenden zu können. Denn bekanntlich fallen Meister ja nicht vom Himmel, der Weg verläuft geradewegs andersherum . . .

Beeindruckende, handgeschnitzte Masken und die dazugehörigen, handgearbeiteten „Häser” (Narrenkleider) zeugen von einer hohen Originalität schwäbisch-alemannischer Fasnacht, einer jahrhundertealten Tradition, sowie einer hochstehenden Handwerkskunst, die treulich von Generation zu Generation weitervererbt wird.
Und so wandeln von der Teufelsfratze bis hin zur personifizierten Güte fast alle Facetten menschlichen Gebarens an mir vorüber. Ein Schauspiel, das den Zuschauern den Spiegel der Welt vorhält, wie einst der Narr dem Herzog in Shakespeares Komödie „What You Want”. „Was ihr wollt”, das könnt ihr haben, und den Löffel gleich dazu. Denn die Suppe, einmal eingebrockt, will ausgelöffelt sein.
Wir tun uns schwer, den Faden, den die Parzen spinnen, bloßzulegen. Des Lebens Los, fällt uns das einfach in den Schoß? Gewisslich nicht, sonst sprächen wir nicht vom Los, das wir gezogen haben. Die Drahtzieher sind wir allein. Ursach’ und Wirkung, gestern wie heut’. Den Leuten sieht man’s ins Gesicht geschrieben, und um den Hals hängt schwer beladen — sie, die Schicksalskette unsres Lebens, mit den vielen Narrenschellen dran. Bei jedem Schritt ein jede hell erklingend, künden sie vom Karma, das es abzutragen gilt.
Gestern tanzten sie, die Hexen. Ein Veitstanz, schaurig schön und wild. Heute liegen sie in Schutt und Asche, die aufgekehrt sein will. Und wissen taten sie’s wohl vorher schon, mit einem Liedchen auf den Lippen: »Da Bach naa, da Bach naa, mit Kummer un mit Sorga, bis am Asch-, bis am Asch-, bis am Aschermittwochmorga . . . « (Den Bach hinunter, den Bach hinunter, mit Kummer und mit Sorgen, bis am Asch-, bis am Asch-, bis am Aschermittwochmorgen . . . ). So lautet das Credo der Schramberger Da-Bach-na-Fahrer, die in bunt geschmückten Holzzubern die eisigen Wasser der Schiltach befahren. Schiffchen ahoi! Der Katzenjammer lässt nicht lange auf sich warten, und auf den Fasching folgt das Fasten. So war’s, und so wird’s lang noch sein.





