Ein Rückzug in Raten. Zuerst gab es das Wasser still, oder mit Kohlensäure versetzt. Ich nahm das stille. Dann verschwand es, still und heimlich. Fast alle "stillen" sind inzwischen verschwunden.
Rückzug auch in anderen Bereichen. Der Sesam, der ungezuckerte Kakao aus biologischem Anbau . . . nicht geschätzt, nicht gewürdigt, nicht gekauft. Gestrichen.
Was hilfts, mich darüber zu ärgern? Es ändert nicht das Geringste.
Grummelnd und frustriert verlasse ich den Supermarkt. Was ist das Geschenk an diesem Erlebnis?
- ich lerne, die besonderen Wasserquellen in meiner Umgebung mehr zu schätzen.
- ich lerne, nicht "stur" an meinen Gewohnheiten (wie z.B. immer das Schweizer Wasser zu kaufen) festzuhalten.
- ich lerne, mehr auf Abwechslung zu achten. Der Körper braucht Vielfalt.
- ich lerne, das Angebot von Reformhäusern und Naturkostläden mehr zu schätzen, auch wenn der Preis dort höher ist, als im Supermarkt.
- ich lerne, wählerischer zu werden, und die wesentlichen Dinge (wie z.B. qualitativ hochwertige Ernährung) leichter von den unwesentlichen Dingen zu unterscheiden.
Nach einer Weile lässt das Grummeln nach, und die Erkenntnis siegt. In allem liegt ein Geschenk, man muss es nur lange genug suchen . . .


