Doch Halt! Da gibt's den schönen Spruch: "Was mich so stört, zu mir gehört..."
Und ich begann zu überlegen. Seit Jahren habe ich keine derartige Störung mit der Kehrwoche erlebt. Dass das Putzmittel gewechselt wurde, war unwahrscheinlich (ich verwende eh keine Chemie...)
Chemie, Chemie, Chemie... grummel grummel...
Nach einiger Zeit des Überprüfens und In-Mich-Hineinhörens konnte ich den Übeltäter dingfest machen:
-ich hatte vor einigen Tagen beim Discounter eine Zahnpasta entdeckt, die sich rühmte, frei von synthetischen Duft- Farb-, und Konservierungsstoffen zu sein. Und dazu noch mit Kräuterextrakten von Rosmarin und Salbei aus biologischem Anbau, und einer zusätzlichen deutschen Inhaltsstoffedeklaration. Eindeutig eine Paste besserer Qualität - zu einem unglaublich günstigen Preis. Einziger Wermutstropfen: 1450 ppm Natriumfluorid (Kariesschutz) waren zugesetzt. Mit einem Warnhinweis, dass Kinder nur eine erbsengroße Menge zum Zähneputzen nehmen sollen. Schlechtes Gewissen des Herstellers? Nun, ich wollte sie 'mal ausprobieren, kaufte sie und verwendete vorsichtigerweise nur die halbe Kinderportion (halbe Erbsen) zum Zähneputzen.
Industriell hergestelltes Natriumfluorid scheint giftig zu sein. Eine Störung für meinen Körper. Der bestialische Gestank vor meiner Wohnungstür sollte mich darauf aufmerksam machen. Weg damit!
Auch wenn eine Zahncreme von Weleda ein mehrfaches kostet: dafür weiß man, was man hat. Rein, natürlich, gut!
Nach reichlicher Zufuhr von B-Vitaminen durch Langkornvollreis, Baldrianbad, und einem Thermalbad am Abend war mein Körper wieder rein: ich komme nach Hause, und die blitzeblanke Treppe ist gut zu mir. Ich rieche nichts. Keine Störung mehr. Die fast noch volle Zahnpastentube liegt im Müll, und das ist Mut: Sag NEIN zu allem, was dir nicht gut tut! (Einmal abgesehen davon, dass es für mich nicht ehrlich war, diese Zahnpasta zu kaufen; es war ein rein rationaler Verstandeskauf. Hinausgeworfene 39 Cent...)
Gruß von Axel

